Sie haben Ihre Golfferien gebucht. Die Vorfreude ist gross. Der Golfbag ist gepackt. Die Tee Times sind reserviert. Und dann stehen Sie auf einem wunderschönen Golfplatz in Portugal, Schottland oder Spanien – und sind sich plötzlich unsicher: Darf ich den Ball hier droppen? Muss ich den provisorischen Ball ansagen? Was gilt in dieser Penalty Area?
Keine Sorge. Sie sind nicht allein.
Bei INFINITI GOLF erleben wir immer wieder, dass selbst erfahrene Golfer auf Reisen ins Straucheln geraten – nicht wegen ihres Spiels, sondern wegen Unsicherheiten bei den Regeln. Und das ist verständlich. Auf dem Heimatplatz kennen Sie jede lokale Regel im Schlaf. Aber auf einem fremden Platz in einem anderen Land gelten manchmal andere Platzregeln, andere Gepflogenheiten und andere Erwartungen.
Dieser Beitrag gibt Ihnen das Rüstzeug, um auf jedem Golfplatz der Welt sicher, entspannt und regelkonform zu spielen. Damit Sie sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: Ihr Spiel und Ihr Erlebnis.
Warum Golfregeln auf Golfreisen besonders wichtig sind
Auf Ihrem Heimatplatz kennen Sie die lokalen Regeln auswendig. Sie wissen, wo die Penalty Areas beginnen, wie die Dropzonen markiert sind und welche besonderen Platzverhältnisse gelten. Dieses Wissen fehlt Ihnen auf einem fremden Platz.
Dazu kommt: Im Ausland spielen Sie häufig mit anderen Golfern zusammen – in einem Flight mit Spielern, die Sie nicht kennen. Diese Spieler erwarten, dass Sie die Regeln beherrschen. Nicht perfekt. Aber solide. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie das gesamte Regelbuch auswendig kennen. Aber die grundlegenden Regeln sicher anzuwenden, gehört zum guten Ton auf jedem Golfplatz der Welt.
Ausserdem gilt: In vielen Destinationen sind die Golfplätze strenger als in der Schweiz. Marshals kontrollieren das Spieltempo. Starter achten auf die Etikette. Und lokale Regeln werden konsequent durchgesetzt. Wer vorbereitet ist, spielt entspannter – und geniesst seine Golfferien deutlich mehr.



Die 10 wichtigsten Regeln, die jeder Golfreisende kennen muss
Regel 1: Der provisorische Ball
Wenn Ihr Ball möglicherweise im Aus gelandet ist oder ausserhalb einer Penalty Area verloren sein könnte, sollten Sie immer einen provisorischen Ball spielen. Und zwar bevor Sie nach vorne gehen, um den ersten Ball zu suchen.
Wichtig: Sagen Sie klar und deutlich “Ich spiele einen provisorischen Ball” zu Ihren Mitspielern. Ohne diese Ankündigung gilt der zweite Ball automatisch als Ball im Spiel – mit Strafschlag und Distanzverlust.
Dieser Fehler passiert auf Golfreisen besonders häufig, weil man auf fremden Plätzen die Gefahrenzonen nicht kennt und häufiger in unübersichtliches Gelände spielt.
Regel 2: Penalty Areas richtig behandeln
Penalty Areas sind mit roten oder gelben Pfählen oder Linien markiert. Der Unterschied ist entscheidend:
Bei einer gelben Penalty Area haben Sie zwei Optionen: Sie spielen den Ball, wo er liegt, oder Sie droppen unter Hinzurechnung eines Strafschlags auf der Linie zwischen dem Punkt, an dem der Ball zuletzt die Penalty Area gekreuzt hat, und der Fahne – beliebig weit zurück.
Bei einer roten Penalty Area haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, innerhalb von zwei Schlägerlängen vom Kreuzungspunkt zu droppen – nicht näher zum Loch.
Auf vielen internationalen Plätzen sind Penalty Areas grosszügiger angelegt als in der Schweiz. Achten Sie vor dem Spiel auf die lokalen Markierungen und fragen Sie im Zweifelsfall im Pro Shop nach.
Regel 3: Ball verloren – was gilt
Sie haben ab dem Moment, in dem Sie mit der Suche beginnen, drei Minuten Zeit, um Ihren Ball zu finden. Nicht fünf Minuten, wie viele noch glauben. Diese Regel wurde 2019 geändert und gilt weltweit.
Wird der Ball nicht innerhalb von drei Minuten gefunden, gilt er als verloren. Sie müssen dann unter Hinzurechnung eines Strafschlags vom letzten Ort zurückspielen – es sei denn, Sie haben einen provisorischen Ball gespielt.
Unser Tipp: Auf unbekannten Plätzen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein Ball verloren geht. Spielen Sie im Zweifelsfall immer einen provisorischen Ball. Das spart Zeit und Nerven.
Regel 4: Droppen – so machen Sie es richtig
Wenn Sie einen Ball droppen müssen, gilt seit 2019: Der Ball wird aus Kniehöhe gedroppt. Nicht aus Schulterhöhe, wie es früher der Fall war.
Der Ball muss im Erleichterungsbereich zur Ruhe kommen. Rollt er aus dem Bereich heraus, müssen Sie erneut droppen. Rollt er beim zweiten Versuch wieder heraus, legen Sie den Ball an die Stelle, an der er beim zweiten Drop zuerst den Boden berührt hat.
Klingt kompliziert – ist es aber nicht, wenn Sie es einmal geübt haben. Und auf Golfreisen kommt das Droppen häufiger vor als zu Hause, weil Sie die Platzverhältnisse weniger gut kennen.
Regel 5: Auf dem Grün – Flagge und Markierung
Seit 2019 dürfen Sie putten, während die Flagge im Loch steckt – ohne Strafe. Das hat das Spiel beschleunigt und ist auf vielen internationalen Plätzen mittlerweile Standard.
Markieren Sie Ihren Ball auf dem Grün immer mit einem Ballmarker, wenn er im Weg eines Mitspielers liegt. Und legen Sie Ihren Ballmarker direkt hinter den Ball – nicht daneben oder davor.
Auch im Ausland wird erwartet, dass Sie Pitchmarken auf dem Grün reparieren. Nicht nur Ihre eigene, sondern auch eine weitere, die Sie auf dem Grün entdecken. Das gehört zur Etikette und wird von Marshals beobachtet.
Regel 6: Bunkerregeln beachten
In einem Bunker dürfen Sie vor dem Schlag den Sand nicht mit dem Schläger berühren. Weder beim Probeschwung noch beim Aufsetzen des Schlägers. Ein Verstoss kostet zwei Strafschläge.
Was viele nicht wissen: Sie dürfen lose hinderliche Naturstoffe wie Blätter, Steine oder Äste im Bunker entfernen. Das war bis 2019 verboten, ist jetzt aber erlaubt.
Und nach dem Schlag: Harken Sie den Bunker immer sorgfältig. Auf vielen internationalen Plätzen stehen die Rechen ausserhalb des Bunkers – nicht darin. Achten Sie auf die lokale Handhabung.
Regel 7: Out of Bounds erkennen
Out of Bounds wird durch weisse Pfähle oder Linien markiert – auf der ganzen Welt. Wenn Ihr Ball im Aus liegt, müssen Sie unter Hinzurechnung eines Strafschlags vom letzten Ort erneut spielen.
Auf vielen Plätzen im Ausland sind die Out-of-Bounds-Grenzen nicht immer offensichtlich. Mauern, Zäune oder Wege können als Ausgrenze dienen. Prüfen Sie vor dem Spiel die Scorekarte und die lokalen Regeln – dort sind die Grenzen beschrieben.
Einige Plätze bieten als lokale Regel eine Alternative an: Sie dürfen in der Nähe des Kreuzungspunktes droppen und erhalten zwei Strafschläge. Fragen Sie im Pro Shop, ob diese Regel auf dem jeweiligen Platz gilt.
Regel 8: Unbewegliche Hemmnisse und Erleichterung
Wege, Sprinklerköpfe, fest installierte Bänke oder Abfallbehälter sind unbewegliche Hemmnisse. Wenn Ihr Ball an einem solchen Hemmnis liegt oder Ihr Stand oder Schwung behindert wird, erhalten Sie straflose Erleichterung.
Sie bestimmen den nächsten Punkt vollständiger Erleichterung – nicht näher zum Loch – und droppen innerhalb einer Schlägerlänge von diesem Punkt.
Auf internationalen Plätzen begegnen Sie häufiger ungewohnten Hemmnissen: Bewässerungsanlagen, Kokosnüsse auf Fairways in tropischen Destinationen oder Felsformationen. Im Zweifelsfall gilt: Wenn es von Menschenhand geschaffen wurde, ist es ein Hemmnis.
Regel 9: Spieltempo und Ready Golf
Das ist keine offizielle Regel im klassischen Sinne – aber auf internationalen Golfplätzen die vielleicht wichtigste Erwartung überhaupt.
Ready Golf bedeutet: Wer bereit ist, spielt – unabhängig davon, wer am weitesten vom Loch entfernt ist. Dieses Prinzip beschleunigt das Spiel erheblich und wird auf den meisten Plätzen weltweit nicht nur empfohlen, sondern erwartet.
Auf vielen internationalen Plätzen – besonders in Schottland, Irland und England – ist das Spieltempo deutlich höher als in der Schweiz. Eine Runde von vier Stunden oder weniger wird erwartet. Marshals kontrollieren aktiv und sprechen langsame Flights an.
Unser Tipp: Bereiten Sie Ihren Schlag vor, während Ihr Mitspieler spielt. Gehen Sie zügig zu Ihrem Ball. Und lesen Sie Ihr Putt bereits, während andere putten. Das allein spart pro Runde 20 bis 30 Minuten.
Regel 10: Die Scorekarte korrekt führen
Auf Golfreisen – besonders wenn Sie an Turnieren oder organisierten Golfrunden teilnehmen – ist eine korrekt geführte Scorekarte essenziell.
Tragen Sie nach jedem Loch sofort Ihr Ergebnis ein. Vergleichen Sie am Ende der Runde die Ergebnisse mit Ihrem Mitspieler. Und unterschreiben Sie die Karte erst, wenn Sie sicher sind, dass alle Einträge korrekt sind.
Ein falsch eingetragenes Ergebnis – auch unbeabsichtigt – kann im Turniergolf zur Disqualifikation führen. Im Freizeit-Golf ist es eine Frage des Respekts gegenüber Ihren Mitspielern.



Lokale Platzregeln – was von Platz zu Platz unterschiedlich sein kann
Neben den weltweit geltenden Golfregeln hat jeder Golfplatz seine eigenen lokalen Regeln. Diese finden Sie in der Regel auf der Rückseite der Scorekarte, auf Hinweistafeln am ersten Tee oder im Pro Shop.
Typische lokale Regeln, die Ihnen auf Golfreisen begegnen:
Bodennaher Ball. Auf manchen Plätzen ist es in bestimmten Monaten erlaubt, den Ball auf dem Fairway besser zu legen. Das wird als “Preferred Lies” oder “Winter Rules” bezeichnet. Prüfen Sie immer, ob diese Regel aktuell gilt.
Penalty Areas ohne Markierung. Auf älteren Plätzen oder naturbelassenen Links-Courses sind Penalty Areas manchmal nicht durchgehend markiert. Im Zweifelsfall fragen Sie im Pro Shop.
Entfernungsmessgeräte. Auf den meisten Plätzen weltweit sind Laser-Entfernungsmesser erlaubt. Geräte mit Höhenmessfunktion oder Windinformationen sind jedoch oft verboten. Prüfen Sie die lokale Regel, bevor Sie Ihr Gerät einsetzen.
Cart-Regeln. In einigen Destinationen – besonders in Spanien und der Türkei – sind Golfcarts auf bestimmte Wege beschränkt. Verlassen Sie den Cart Path nur dort, wo es erlaubt ist. Marshals achten streng darauf.
Etikette vs. Regel – Was vorgeschrieben ist und was erwartet wird
Golfregeln sind verbindlich. Etikette ist es streng genommen nicht – wird aber auf internationalen Golfplätzen mit derselben Ernsthaftigkeit erwartet.
Die wichtigsten Etikette-Punkte auf Golfreisen:
Dresscode. Viele Plätze im Ausland haben strikte Kleidervorschriften. Auf den meisten Plätzen in Schottland, England, Spanien und Portugal gilt: Poloshirt mit Kragen, lange Hose oder taillierte Shorts, Golfschuhe. Jeans, Turnschuhe oder ärmellose Shirts sind fast überall verboten. Informieren Sie sich vor dem Spiel über den Dresscode des jeweiligen Clubs.
Handicap-Nachweis. In Spanien und Portugal ist ein offizieller Handicap-Nachweis auf fast allen Plätzen Pflicht. Ohne Nachweis werden Sie nicht auf den Platz gelassen. Nehmen Sie Ihren Clubausweis oder einen digitalen Handicap-Nachweis immer mit auf Golfreisen.
Verhalten bei Gewitterwarnung. In vielen Destinationen – besonders in Südeuropa und in tropischen Regionen – gibt es klare Evakuierungsprotokolle bei Gewitterwarnung. Sirenen oder Hornsignale bedeuten: Sofort den Platz verlassen. Befolgen Sie diese Anweisungen ohne Verzögerung.
Mobiltelefone. Auf den meisten internationalen Plätzen sind Mobiltelefone auf dem Platz entweder verboten oder müssen lautlos gestellt werden. Telefonieren auf dem Golfplatz ist in vielen Clubs ein absolutes Tabu.
Unsere Empfehlung: Gut vorbereitet in die Golfferien
Golfregeln mögen auf den ersten Blick trocken erscheinen. Aber sie sind der Schlüssel zu entspannten, stressfreien und genussvollen Golfferien. Wer die wichtigsten Regeln kennt, spielt sicherer, schneller und mit deutlich mehr Freude.
Bei INFINITI GOLF bereiten wir unsere Kunden umfassend auf ihre Golfreise vor. Wir informieren Sie im Voraus über die spezifischen Gepflogenheiten an Ihrem Reiseziel, über Dresscodes, lokale Regeln und alles, was Sie wissen müssen, um auf dem Platz souverän aufzutreten.
Denn unser Ziel ist es, dass Sie Ihre Golfferien in vollen Zügen geniessen können – ohne Unsicherheiten, ohne unnötige Strafschläge und ohne unangenehme Überraschungen.
Sehr gerne beraten wir Sie persönlich und sorgen dafür, dass Sie bestens vorbereitet in Ihre Golfferien starten. Damit Sie sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: Ihr Spiel, Ihre Erholung und unvergessliche Momente auf den schönsten Golfplätzen der Welt.