Golfreisen: Traditional Links Golf Course

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ICH GEHE AUF GOLFREISEN UND PACKE IN MEINEN KOFFER…?

In zwei Tagen geht’s endlich wieder los. Die nächsten Golfferien stehen vor der Türe! Ab an die Wärme, ein wunderschönes Hotel ist organisiert und die perfekten Tee Times sind auf den Golfplätzen über mein Lieblingsreisebüro eingebucht. Ich weiss aus der Vergangenheit, dass im November auf Teneriffa ideale Tagestemperaturen für das Golfspiel herrschen. Während wir hier in der Schweiz bereits dick eingehüllt nur noch ein paar Stunden pro Tag für unseren Lieblingssport zur Verfügung haben  (dem November-Nebel und den kürzeren Tagen sei Dank) freue ich mich umso mehr. Der Wetterdienst auf meinem Smartphone zeigt mir an, dass ich die Kleider für kühlere Temperaturen zu Hause lassen kann. Auch Siri bestätigt mir, dass mit Regen nicht zu rechnen ist und die Tagestemperaturen zwischen 23 und 26 Grad liegen sollten. Freude herrscht. Jetzt heisst es für mich: «ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer…?

Aber vorher noch kurz zur Theorie. Wer kennt eigentlich noch das Wort-Spiel «ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer…»?

Im Internet bin ich auf folgende Ur-Fassung der Spielregeln gestossen: Das Spiel beginnt mit dem Satz: „Ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer …“. So wird jede Spielrunde immer wieder eingeleitet. Jeder Spieler muss einen (weiteren) Gegenstand hinzufügen, den er mit auf die Reise nimmt. Der erste Spieler beginnt etwa: „Ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer eine Badehose“. Der nächste in der Runde muss nun den Satz mit dem Gegenstand des Vorgängers wiederholen und zusätzlich sagen, was er mitnimmt: „Ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer eine Badehose und einen Föhn“. Der nächste z.B. „Ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer eine Badehose, einen Föhn und Rollschuhe“. So wird der Satz reihum solange mit allen bereits genannten Gegen­ständen wiederholt, bis ein Spieler ein Wort aus der Wörter­kette vergisst oder sich in der Reihenfolge irrt. Danach kann das Spiel wieder von neuem starten.

Soviel zur Theorie – jetzt aber wieder zurück zu meinem persönlichen Koffer. Klar nehme ich auch die Badehosen mit. Den Föhn und die Rollschuhe lasse ich – im Gegensatz zum Beispiel in der Internet-Theorie – aber ganz sicher zu Hause. Ich starte mit meinem Golfset. Was soll ich denn in den gebuchten Golfferien tun, wenn das Golfset nicht oberste Priorität hat und zu Hause bleiben müsste. Vor Ort möchte ich unbedingt mit meinen persönlichen Eisen und den eigenen Hölzern spielen. Klar könnte ich auf Teneriffa einen (gebrauchten) Eisensatz mieten, aber ich spiele am liebsten mit meinen eigenen Schlägern. Nicht dass ich etwa abergläubisch bin – wahrscheinlich wäre der Score mit dem gemieteten Set etwa gleich – aber ich habe ja mein neues Wilson Staff D7 Set erst seit dem Sommer. Und der (Golf-)Sommer war für meine Verhältnisse definitiv viel zu kurz.

«Ich gehe auf Reisen und packe in meinen (Golf-)Koffer»: meine Eisen, die Hölzer, den Putter, drei Dutzend Golfbälle (man weiss ja nie von welcher Seite der Wind weht), meine Golfschuhe, den Regenanzug – oder lasse ich den nun zu Hause? Vielleicht hat Siri Recht?

Siri hat mich überzeugt: ich nehme den Regenanzug nicht mit, denn ich bin so oder so ein Schönwetter-Golfspieler. Wenn es wirklich regnen sollte, naja dann verschiebe ich die Tee-Time. Was kommt sonst noch in den (Golf-)Koffer? Genügend Holz-Tees und die Pitchgabel gehören natürlich auch dazu, die sind aber immer in meinem Golfbag – und der kommt natürlich mit. Stimmt, den Golfbag habe ich in der Auflistung eigentlich vergessen zu erwähnen. Dann würde es ja korrekt heissen: «Ich gehe auf Reisen und packe in meinen (Golf-)Koffer»: Meinen Golfbag, meine Eisen, die Hölzer, drei Dutzend Golfbälle (weshalb ich so viele Bälle mitnehme, habe ich bereits vorher kurz erwähnt: man weiss ja nie von welcher Seite der Wind weht), meine Golfschuhe, den Regenanzug…

Ach nein, den lasse ich ja bekanntlich zu Hause. Mmhh: habe ich jetzt das Wort-Spiel bereits verloren? Nein, ich spiele ja, oder besser gesagt ich packe ja für mich alleine.

Was könnte ich denn sonst noch in den (Golf-)Koffer packen? Der «normale» Koffer ist ja mit Golf-Shirts, Golfhosen, Badehosen, Flip-Flop, Veston und Pullover für die Abend-Garderobe in der Regel ganz schnell voll. Da könnte ich doch sicher noch etwas in den (Golf-)Koffer packen – denn genügend Platz hätte es ja. Naja, ich weiss ja, dass die Regeln der Fluggesellschaften ganz klar sind: Ins Golfgepäck gehören nur Schlägersatz, Golfschuhe und ein (nicht drei!!!) Dutzend Golfbälle. Aber eben; ich weiss ja wirklich nicht, von welcher Seite der Wind kommt. Und so gut die liebe Siri ist, da konnte sie mir auch nicht weiterhelfen. Auch sie weiss nicht, von welcher Seite der Wind weht.

Wer weiss: vielleicht merkt die gute Dame am Check-in des Flughafens Zürich ja nicht, dass ich zwei Dutzend Golfbälle zu viel im (Golf-)Koffer verstaut habe. Und wenn wir schon dabei sind: die Flip-Flops und die Schuhe für das Abendessen sind ja auch nicht schwer. Die packe ich doch ebenfalls noch rein. Oder soll ich zuerst prüfen, ob ich nicht doch genügend Platz im «normalen» Koffer habe? Es ist ja auf Teneriffa warm und da benötige ich keine dicken Jacken wie hier in der Schweiz. So beginne ich beim «normalen» Koffer: «Ich gehe auf Reisen und packe in meinen Koffer»: Badehosen, Shirts, Hosen… und merke: es hat ja doch genügend Platz in meinem (grossen) Koffer. Da kann ich die Flip-Flops, die Schuhe und zwei der drei Dutzend Golfball-Packungen im «normalen» Koffer verstauen. Denn die 36 Bälle kommen definitiv mit auf Teneriffa. Man weiss ja wirklich nicht von welcher Seite der Wind weht.

Daniel Camenzind, 11.11.2020

Packe wie ein Profi. Ein Video des Flughafens London Heathrow.

Den richtigen Koffer findest Du hier: